Verantwortungsbewusstsein – Teil 3:
Nein zu Drogen!
Im Namen
Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
Alles
Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten. Allahs Segen und Friede sei auf dem
Propheten Muhammad (saw).
Wir setzen
unsere Kampagne gegen die fünf Drogen fort: nämlich Zigaretten, Wasserpfeife,
Qat, Alkoholika, und Rauschgift.
Heute behandeln wir das Thema Rauschgift und wie wir mit diesem Problem
umgehen können.
Zunächst
beginnen wir mit dem Projekt und wie du als Lebensgestalter den Kampf gegen die
Rauschgifte aufnehmen kannst:
- Welche
Aufgabe hast du, z.B. als Richter? Du wirst gebeten, die Urteilsverkündung
nicht zu verzögern und abschreckende Urteile zu fällen.
- Wenn du Polizist bist, bitten wir dich, die
Anzeigen bei Rauschgiftdelikten unverzüglich aufzunehmen
- Rechtsanwälte bitten wir in Fällen von
Drogendelikten die Verteidigung abzulehnen, falls durch Gesetzeslücken die
Möglichkeit eines unrechtmäßigen Freispruchs besteht.
- Und als Vater? Lass das Rauchen von Zigaretten
und Wasserpfeife vor deinen Kindern! Sie werden dich mit Sicherheit
nachahmen, weil du ihr Vorbild bist.
- Als Vermögender oder Geschäftsmann bitten wir
dich, Rehabilitationszentren zu errichten für Jugendliche, die Drogen
konsumieren.
- Und was ist, wenn du ein einfacher Bürger
bist? Wir bitten dich, Anzeige zu erstatten, wenn du erfährst, dass jemand
mit Drogen dealt.
- Willst du dich als Jugendlicher am Programm
‚Lebensgestalter’ beteiligen? Versammle deine Freunde und schreibe uns,
dass ihr an unserer Kampagne gegen Drogen an einem oder mehreren der
folgenden Orte teilnehmen möchtet: an der Schule oder Universität, im
Sportverein, sowie im Jugendzentrum.
Wir werden diese Gruppe ‚Bewahrer der Zukunft’ nennen und ihr die
notwendigen medizinischen Informationen, die mit Hilfe von Ärzten erstellt
werden, zukommen lassen. Diese Gruppe wird gut trainiert, um später
inscha` Allah am Projekt arbeiten zu können. All dies ist auf unserer Website (www.amrkhaled.net) zu finden.
Nun gebe
ich die Ergebnisse bekannt, die wir in den letzten Wochen alhamdulillah: mit unserer
Kampagne erzielt haben
1- Der
Audiostream ‚ein Appell an die Raucher’ wurde 121298-mal von unserer Website
runtergeladen und verteilt.
2- Der Audiostream ‚Reue (Tauba) bei
Fehlverhalten im Umgang mit Alkoholika oder Rauschgift’ wurde 26190-mal
runtergeladen und verteilt.
3- Die
Umfrage bezüglich des Rauchens von Wasserpfeifen wurde 181266-mal runtergeladen
und verteilt.
4- Die
größte Überraschung war ‚der Appell an die Raucher’, der nämlich 762000-mal von
unserer Website runtergeladen und mehrfach gedruckt und verteilt wurde. Könnt
ihr euch vorstellen, wie viele dieser Appell erreicht hat? Das ist der beste Beweis dafür, dass
wir die Fähigkeit haben, Gutes zu bewirken und etwas zur Verbesserung der
Situation in unseren Ländern und der islamischen Umma
beitragen können.
5- Auf
unserer Internetseite erreichte uns eine große Anzahl von Zuschriften aus
verschiedenen arabischen Ländern.
So haben wir erfahren, dass sowohl Audiostreams als auch der Appell an
die Raucher an Universitäten in Syrien, Ajman, Ägypten und Marokko verteilt
wurden.
6- In
der Fakultät für Pharmazie in Alexandria in Ägypten folgte auf die unzähligen
Aufkleber gegen das Rauchen ein vom Vizedekan verabschiedetes Rauchverbot auf
dem Unigelände.
7- Der
Vizedekan der Fakultät für Medizin ‚Al-Qasr Al-Aini’ in Kairo verwehrte
Studenten, die auf dem Unigelände rauchen, den Zutritt zu den Vorlesungen.
8- Die
Universität ‚Al-Fatih’ in Libyen gab bekannt, dass das Volkskomitee einen
einmonatigen Wettbewerb zur Raucherentwöhnung ausgeschrieben hat. Der Preis ist
ein Flugticket, um die Hadsch (große Pilgerfahrt) zu vollziehen.
9- An der Naturwissenschaftlichen Fakultät in
Munufeyya in Ägypten wurde angeordnet, dass das Rauchen an jedem 15. des Monats
für Professoren, Mitarbeiter und Studenten verboten ist.
10- In den Emiraten organisierte die Universität in Ajman in Zusammenarbeit mit der
Verwaltung für präventive Medizin in Ascharika eine Kampagne gegen das Rauchen
nicht nur an der Universität, sondern im ganzen Bezirk.
11- Die Fakultät für Betriebswirtschaft in Kuwait,
die Fakultät für Pharmazie in Helwan in Ägypten, die Fakultät ‚Omar Al-Muchtar’
in Libyen, sowie die Juristische Fakultät ‚Almohammadia’ in Marokko
organisierten Kampagnen gegen das Rauchen auf dem Fakultätsgelände. Durch
Allahs Gnade reagierten viele Studenten darauf.
12- Was
die Sportvereine und Schulen betrifft, so beschlossen fünf Mädchen aus Ägypten,
eine Kampagne gegen das Rauchen in einigen Schulen und Sportvereinen zu
organisieren. Ihre erste Kampagne fand am 22.4. im Sport- und Jagdverein ‚Nadi Assaid’ in Kairo in
Zusammenarbeit mit einigen Ärzten statt. Das Seminar im Rahmen dieser Kampagne
behandelte das Thema ‚Schluss mit dem Rauchen’ und wurde zahlreich besucht.
Außerdem verteilten sie Hörkassetten mit dem ‚Appell an die Raucher’. Danach
setzten sie ihre Kampagne in einigen Schulen fort.
An einer
Grund- und Hauptschule in Damaskus vereinbarten die Lehrer mit den Schülern, dass
jeder versuchen solle, seine Eltern beim Aufhören mit dem Rauchen von
Zigaretten und / oder der Wasserpfeife zu unterstützen. Derjenige, dem das
gelänge, bekäme dann Extrapunkte, die als ‚Proaktivitätspunkte’ im Zeugnis
vermerkt würden. Das war ein Riesenerfolg und eine große Anzahl von Vätern und
Müttern machte mit.
Darüber
hinaus hängte eine 13- jährige Schülerin den ‚Appell an die Raucher’ in allen
Lehrerzimmern auf, woraufhin fünf Lehrer das Rauchen aufgaben, weil sie sich
vor diesem Mädchen schämten.
13- Des
weiteren teilten uns 100 Unternehmen mit, dass sie ein Rauchverbot
durchsetzten. Ein Unternehmen gab Folgendes bekannt: „Die Firma hat ein
Rauchverbot in den Büros verhängt. Wer rauchen will, soll ins Freie gehen.
Derjenige, der sich widersetzt, zahlt eine Geldstrafe von fünf L.E. (Ägyptische
Pfund) pro Zigarette.“
Seht ihr
all diese Erfolge? Ich möchte euch wieder an die goldene Regel erinnern:
„Jeder, der sich ein bestimmtes Ziel in den Kopf setzt, fest daran glaubt und
sich mit Anstrengung um dessen Verwirklichung bemüht, wird sein Ziel mit
Sicherheit erreichen.“
14- Was
die öffentliche Meinungsbildung in der arabischen Welt angeht, veröffentlichte
die jordanische Zeitung ‚Al- Ra`y’ am 21.4. einen Artikel mit der Überschrift:
„Ein jordanisches Unternehmen bietet seinen Angestellten Bonusgelder an, wenn
diese mit dem Rauchen aufhören.“ Der Artikel berichtet, dass der Firmenleiter
zusammen mit 85 Angestellten nach der Sendung von ‚Sunna` al- Hayat’ auf das
Rauchen verzichtete.
Die
ägyptische Zeitung ‚Al-Ahram’ veröffentlichte am 17.4. folgende Anordnung des
Ministeriums für Lebensmittelversorgung: „Jeder Hersteller, der Süßigkeiten für
Kinder in Zigarettenform produziert, muss eine Geldstrafe zahlen. Außerdem gab die Zeitung bekannt, dass im Rahmen einer
Aufklärungskampagne gegen Rauchen und Drogensucht die Beauftragten für
Drogenbekämpfung im Ministerkabinett alle Jugendzentren in Ägypten besuchen
werden.
Die
Zeitung ‚Al Chalidsch al-Arabi’ (Der Arabische Golf) veröffentlichte am 20.10.
ein Zulassungsverbot für die Vergnügungsstätten in der Stadt Al-Mahrek, die
Wasserpfeifen anbieten. Nun sollen Wasserpfeifen in der ganzen Stadt verboten
werden.
In Mansura in Ägypten wird in Bussen kontrolliert,
ob das bestehende Rauchverbot eingehalten wird. Bei Nichteinhalten des Verbots
muss der Raucher mit einer Geldstrafe rechnen. Schließlich schadet er durch das
Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln seinen Mitmenschen.
Die
Stadtverwaltung von Mekka gab am 17.4. den folgenden Beschluss bekannt: „Wir wollen
Mekka ohne Rauch“.
Nach dieser
Aufzählung sehen wir, dass wir mit unseren Bemühungen den ersten Schritt
gemacht haben, um zu den Menschen zu gehören, die die Geschehnisse gestalten –
Ein Schritt, um nicht zu den Menschen zu gehören, die nur beobachten oder gar
zu denen, die die Geschehnisse nicht wahrnehmen.
Allah ta`ala
(t) spricht im Quran: „… Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie
das ändern, was mit ihnen selbst ist…“( 13:11).
Die
Hoffnung ist also sehr groß!
Doch nun
wollen wir uns unserem heutigen Thema, dem Rauschgift zuwenden und wie wir
dessen schädlichen Einfluss auf junge Menschen eindämmen können.
Zunächst
werde ich euch einige Statistiken der Drogenbekämpfungszentren vorlesen:
- Der „Nationale Aufsichtsrat für Kindheit und
Mutterschaft“ in Ägypten gab Folgendes bekannt: 16 von 100 Jugendlichen
probieren Drogen und 4 von ihnen werden süchtig. Die Anzahl der
Heroinsüchtigen in Ägypten beträgt 20.000 bis 30.000 Personen.
- In den letzten zehn Jahren erreichten die
Ausgaben für die Therapie von Drogensüchtigen und die Bekämpfung des
Drogenkonsums in Ägypten 178 Milliarden L.E., d.h. die Ausgaben liegen
höher als die Einnahmen von Suez-Kanal und Tourismus zusammen und
übertreffen sogar die Gelder, die Ägypten als Entwicklungshilfe zu
Verfügung stehen. Die Ausgaben betrugen z.B. 23 Milliarden L.E. im Jahr 2001, 25
Milliarden L.E. im Jahr 2002, 26 Milliarden L.E. im Jahr 2003 und
schätzungsweise mehr als 26 Milliarden L.E. im Jahr 2004.
- Die Anzahl der Drogensüchtigen in einem der
kleinen Golfstaaten beträgt 20.000 Personen.
- 15% der Studenten/innen in den Golfstaaten
konsumieren Drogen.
- 22% der Schüler/innen in den höheren Schulen
in der arabischen Welt konsumieren Drogen und 30% aller Schülerinnen
konsumieren Marihuana (Hanf; Cannabis, in der arabischen Welt als ‚Bango’
bekannt).
- In einem der Golfstaaten starben im
vergangenen Ramadan über 40 Menschen an einer Überdosis.
Im
Zusammenhang mit Drogensucht gibt es viele tragische Fälle zu berichten. So
kenne ich die Geschichte einer Gruppe
von Freunden, die zusammen Alkohol, Zigaretten und andere Drogen konsumierten.
Als der Stoff aufgebraucht war, ging einer von ihnen, um neuen zu besorgen. Auf
dem Weg hatte er einen Autounfall. Wegen seiner Verspätung machte sich einer
der Freunde auf die Suche nach ihm. Da fand er das Auto und sein Freund lag auf
der Straße. Er hörte ihn sagen: „Ich kann nicht…“, also fragte er ihn: „Was
denn?“ Er antwortete: „Ich kann Allah nicht begegnen“ und starb. Nach diesem
Unfall war es Allahs Wille, diesen Freund rechtzuleiten und er kehrte in Reue
zu Allah zurück.
In einem
anderen Fall versuchte ein Süchtiger, Geld von seiner Mutter zu stehlen. Als
sie ihn davon abhalten wollte, brachte er sie um. Ein anderer verkaufte die Ehre
seiner Frau wegen einer Drogendosis.
Nicht
zuletzt verraten Menschen ihr Land an Feinde oder andere Länder, um mit dem
Geld Rauschgift zu kaufen. So berichtete der Kanal ‚Al-Arabiyya’ letzte Woche, dass
Agenten über drei Wege geködert und beherrscht werden, um mit geheimen Informationen
Landesverrat zu begehen. An erster Stelle sind Drogen zu nennen, gefolgt von
Sex und Geld.
Wisst
ihr, dass der Anschlag auf Scheich Ahmad Yaseen und Dr. Abdel Azeez Al-Rantisi
die Folge eines Verrats solcher Agenten war?
Im Krieg
greift der Feind als erstes auf das Verbreiten von Rauschgift unter der
Bevölkerung zurück. Junge Menschen werden dadurch zerstört und können nicht
kämpfen. Dies war in Ägypten v.a. an der Grenze in der Kriegszeit zwischen 1967
und 1973 der Fall.
Wir
werden alle am Jüngsten Tag gefragt, weshalb wir diese Drogensüchtigen nicht
ermahnt haben. Weshalb haben wir uns damit begnügt, zuzuschauen, ohne Hilfe
anzubieten? Derjenige, der von Drogen abhängig wird, wird später ein ‚Dealer’,
weil er auf diese Weise das nötige Geld beschaffen kann. Er wird also andere
dazu bringen, Drogen zu kaufen. Die Käufer werden dann wiederum süchtig.
In einer
Statistik des Nationalen Aufsichtsrats für Kindheit und Mutterschaft in Ägypten
wird berichtet, dass junge Menschen v.a. in der Gemeinschaft Drogen zu sich
nehmen. Der Drogenkonsum findet zu 82% im Freundeskreis, zu 45% in Autos, zu
40% auf Partys, zu 25% auf Toiletten und zu 15% in Nachtclubs statt.
Vier
Ursachen für Drogensucht unter jungen Menschen sind ersichtlich:
- schlechte Gesellschaft
- familiäre Zerrissenheit, Abwesenheit der
Eltern oder ihre mangelnde Aufmerksamkeit den Kindern gegenüber
- Arbeitslosigkeit und zu viel ungenutzte Zeit
- schwacher ‚Iman’ (Glaube) in den Herzen
Wisst
ihr, dass 99% der Drogensüchtigen den Anfang über das Zigarettenrauchen
gefunden haben, dass 73% ursprünglich nur ein einziges Mal probieren wollten
und dass 94% der ‚Bango’-abhängigen später ‚harte Drogen’ konsumieren?
Manchmal
ist in einem Freundeskreis bekannt, dass ein Mitglied der Gruppe Drogen nimmt.
Doch wegen des ‚Zusammenhalts’ in der Gruppe gelangt diese Information nicht zu
den Eltern des Drogenkonsumenten. Stattdessen schauen die anderen Mitglieder
dieser Gruppe passiv zu, wie ihr Freund vor ihren Augen verloren geht.
Aus
Menschen, die Drogen ‚nur’ ausprobieren wollten, werden Schritt für Schritt
Süchtige. Oft bevorzugen Angehörige - aus Angst vor einem Skandal - den
Süchtigen zuhause einzusperren, anstatt mit ihm in die Therapie zu gehen.
Die
meisten Länder der Welt sowie die UN bekämpfen Drogen auf drei Arten:
- Das Angebot zum Erliegen bringen, d.h. die
Dealer daran hindern, Drogen zu importieren, anzubauen, zu schmuggeln oder
zu verkaufen. Dies ist die Aufgabe der Regierung und der Polizei, aber
auch der einzelne Bürger sollte Dealer anzeigen.
- Die Nachfrage eindämmen, d.h. ein Bewusstsein
und eine starke Entschlossenheit unter den Menschen schaffen, Drogen
abzulehnen und keine zu kaufen.
- Strafen verschärfen durch das Gerichtswesen
und die Gesetzgebung, um Drogendealer abzuschrecken.
Im Sinne
dessen, was Allah, der Erhabene, im Quran sagt: „… in der Widervergeltung liegt
Leben für euch, o die ihr Verstand besitzt, auf dass ihr gottesfürchtig werden
möget!“ (2:179), forderte der Gesetzgeber in Ägypten die Todesstrafe für die
Dealer, die Drogen aus dem Ausland importieren und lebenslängliche Haft für die
Dealer im Land. Denn sowohl erstere als auch letztere zerstören für Geld
Menschenleben. In der Praxis wurden jedoch nur wenige Todesstrafen vollstreckt,
da die Richter zögerten, die Dealer zum Tode zu verurteilen und stattdessen
lebenslange Haftstrafen über sie verhängten. Die Gesetze müssen also im Sinne
härterer Urteile zügig umgesetzt werden.
Darüber hinaus ist es die Aufgabe der Polizisten, den Zugang zu Drogen zu blockieren
und auf Anzeigen schnell zu reagieren. Dies sollten sie vor allem tun, um
Allahs Wohlgefallen zu erlangen.
Egal wie
sehr sich die Regierung bemüht und wie stark die Sicherheitskräfte sind, sie
können laut UN-Bericht nicht mehr als 30% der Drogenmenge beschlagnahmen. Die
Regierung ist einfach nicht in der Lage, Drogen alleine zu bekämpfen. Wir
Bürger müssen mithelfen!
So haben
Experten laut UN-Bericht von 1998 nach großen Anstrengungen herausgefunden,
dass eine Drogenbekämpfung ausschließlich durch die Einschränkung des Angebots
bzw. der Nachfrage eine unvollständige Strategie ist. Eine Bekämpfung ist nicht
möglich, außer durch die Bemühungen der Bürger, die ihre Verantwortung z.B.
über private Institutionen übernehmen.
Die
Lösung liegt also in unserer Hand. Wir alle sind eine grundlegende Stütze für
die erfolgreiche Drogenbekämpfung. Hütet euch aber hierbei vor einem
Alleingang!
Beispiele dafür, wie wir mit unserem Engagement
Großes bewirken können und wie groß unser Verantwortungsbewusstsein sein
sollte:
Wie ihr
wisst, haben im letzten Jahrhundert chinesische Produkte den Markt in Europa
stark beeinflusst. Als die europäischen Länder wirtschaftlich nicht mehr
konkurrieren konnten, griffen sie auf die Taktik zurück, Opium in China
einzuschleusen. China beschloss 20000 Opium-Container zu verbrennen und die
Dealer auszuweisen. Aufgrund dessen erklärte Europa China den Krieg, zwang
China ein ungerechtes Abkommen auf und brachte Drogen und Opium wieder
verstärkt im Umlauf. Doch in allen chinesischen Schulen, Universitäten und
Fabriken wurden Aufkleber verwendet und Freiwillige angestellt, um Menschen
über die Gefahren von Drogen aufzuklären. Das Ergebnis war erstaunlich: die
Drogensuchtsrate ließ aufgrund der Bemühungen der Bürger und Freiwilligen
auffallend stark nach.
Während
der Grabenschlacht (Ghazwat Al-Khandak) schlossen 10000 Ungläubige die Muslime
in Medina von allen Seiten ein. Nur die Südseite blieb aufgrund eines Abkommens
zwischen den Muslimen und den jüdischen Einwohnern des Stammes ‚Banu Quraida’
offen. Die Quraisch vereinbarten mit den Juden, Medina von Süden her zu
stürmen, um die Muslime zu besiegen und zu vernichten. In der Zeit trat einer
der Ungläubigen zum Islam über und bat den Propheten (saw), sich den Muslimen
anschließen zu dürfen. Der Prophet (saw) sagte ihm, dass er als einzelner von
außerhalb mehr bewirken könne. So machte sich dieser Mann auf zu den Juden des
Stammes ‚Banu Quraida’. Er gab vor, dass die Quraisch nach dem Angriff
beabsichtigten, sich mit Mohammad zu versöhnen und die Juden verraten wollten.
Sein Rat wäre nun, dass die Juden von den Quraisch 70 Geiseln nehmen sollten.
Die Juden willigten ein. Danach ging er zu den Quraisch und behauptete, dass
die Banu Quraida die Feindschaft mit Mohammad fürchteten und ihm deshalb 70
Geiseln der Quraisch überlassen wollten. Die Quraisch hatten ihre Zweifel an
der Geschichte und nahmen die Verhandlungen mit den Banu Quraida wieder auf,
die als Garantie 70 Geiseln verlangten. So schlug der Plan der Quraisch fehl
und sie wandten sich von Medina ab.
Seht ihr
wie viel EIN Muslim bewirken kann?
Allahs
Gesandter (saw) hat gesagt: „Jeder von euch ist ein Hirte, und jeder von euch
ist für die ihm anvertraute Herde verantwortlich. Der Imam (auch: Herrscher),
der die Leute leitet, ist ein Hirte und verantwortlich für die ihm anvertraute
Herde. Der Mann ist ein Hirte für die Leute seines Haushalts und verantwortlich
für die ihm anvertraute Herde. Die Frau ist Hirtin des Hauses ihres Gatten und
seiner Kinder und verantwortlich für die ihr anvertraute Herde. Der Diener ist
ein Hirte für den Besitz seines Herrn und verantwortlich für die ihm
anvertraute Herde. Jeder von euch ist ein Hirte, und jeder von euch ist für die
ihm anvertraute Herde verantwortlich.“
Hast du
gehört, was der Prophet (saw) sagte? Vom (Imam) Herrscher zum Diener, Männer
und Frauen. Am Ende wiedeholte er es noch einmal: „Jeder von euch ist ein
Hirte, und jeder von euch ist für die ihm anvertraute Herde verantwortlich“, um
diese Bedeutung herauszustellen und zu bekräftigen.
Ich will
euch einen hervorragenden Versuch von einigen Muslimen in den Vereinigten
Staaten erzählen. In Brooklyn in New York leben ausschließlich Farbige im
‚Jamaika-Viertel’, die Unterdrückung und Rassismus erlebten. Nachdem viele
unter ihnen im Islam die Gleichwertigkeit aller Menschen erkannten und Muslime
wurden, wollten sie die Situation in ihrem Viertel verbessern. Da der
Drogenkonsum neben anderen Verbrechen stark verbreitet war, beschlossen 100
junge Muslime, eine 40-tägige Kampagne gegen Drogen zu organisieren. Sie
klebten Plakate mit dem Slogan ‚Wir wollen keine Drogen in diesem Viertel’ und
verteilten Broschüren, die über die Gefahren von Rauschgift aufklärten und
Photos von Süchtigen enthielten, die an ihrer Sucht verstarben. Das Ergebnis
dieser Kampagne war lobenswert: 15 Drogenumschlagplätze
wurden geschlossen und die amerikanische
Polizei schickte diesen jungen Muslimen ein Schreiben, in dem sie dankend
erwähnte, dass ihnen etwas gelungen sei, was die Polizei nie vollbracht hätte.
Der
Gesandte Allahs (saw) sagt sinngemäß: „Ihr seid alle Hirten, und jeder von euch
ist verantwortlich für seine Herde: Der Führer ist ein Hirte, und er ist
verantwortlich für seine Herde. Der Mann ist in seiner Familie ein Hirte, und
er ist verantwortlich für seine Herde. Die Frau ist im Hause ihres Mannes eine
Hirtin, und sie ist verantwortlich für ihre Herde. Der Diener ist ein Hirte in Bezug auf den Besitz seines Herrn, und er
ist verantwortlich für seine Herde. Der Sohn ist ein Hirte in Bezug auf das
Vermögen seines Vaters, und er ist verantwortlich für seine Herde. Ihr seid
alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde.“
(Buchari:324)
Seht ihr,
angefangen vom Führer bis hin zum Diener, jeder
Mann und jede Frau, jeder ist ein Hirte und jeder ist verantwortlich für seine
Herde, so wie es der Prophet (saw) in diesem Hadith zweimal betont!
Über
unsere Internetseite haben wir einige Vorschläge zur Drogenbekämpfung
empfangen:
Zum
Beispiel wurde vorgeschlagen, alle drei Monate Blutkontrollen bei Schülern
durchzuführen und jeden zu entlassen, der so des Drogenkonsums überführt wurde.
Dies ist jedoch schwer zu realisieren und passt nicht zu unserer Kultur. Davon
abgesehen ist das die Aufgabe der Eltern. Wir bitten daher die Laboratorien und
Ärzte, die Kosten für solche Untersuchungen zu senken.
Ein
weiterer Vorschlag, der uns erreichte, ist, Rechtsanwälte zu überzeugen,
Drogendealer nicht mehr zu verteidigen. Unser Beitrag ist ‚ein Appell an
aufrichtige Rechtsanwälte’, den ihr von unserer Webseite herunterladen, drucken
und verteilen könnt.
Eine
andere Idee ist das Errichten von Rehabilitationszentren. Zu diesem Zweck
bitten wir Geschäftsmänner um finanzielle Unterstützung. In diesen Zentren
können Drogensüchtige zwei Jahre verbringen, lernen und arbeiten, um ihren Wert
sowie ihre Fähigkeit zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und für ihre
Mitmenschen von Nutzen zu sein. Dieses Programm wurde tatsächlich von der
Ägyptischen Kirche in ‚Wadi Al-Natrun’ durchgeführt. Durch große Anstrengungen
ist es der Kirche gelungen, Drogensüchtige zu rehabilitieren.
Mein
Appell geht auch an die Bürger: Bitte zeigt jeden Drogendealer sofort an! Es
besteht sogar die Möglichkeit, Anzeigen online zu erstatten.
Nun
kommen wir zu unserem Programm ‚Bewahrer der Zukunft’: In allen Universitäten,
Schulen, Sportvereinen und Jugendzentren sollten sich je vier bis fünf
Jugendliche zusammenschließen, um andere vor den Gefahren von Drogen zu
schützen. Sie sollten vor Allah, dem Erhabenem, ein Versprechen ablegen, dass
dies zum ‚Werk ihres Lebens’ wird, mit dem sie Ihm am Tage des Gerichts
begegnen wollen. Ihre Aufgabe besteht zum einen darin, die Verantwortung für
das Projekt ‚Nein zu den fünf Drogen’ so lange zu übernehmen, bis es wächst und
wir einen Erfolg ähnlich dem in China und dem der Muslime in Amerika erreicht
haben. Über unsere Webseite werden wir sie mit allen nötigen Mitteln
unterstützen, z.B. mit Aufklebern und Audiostreams aber auch mit der
Organisation eines professionellen Trainings in Zusammenarbeit mit Ärzten.
Dadurch sind sie später in der Lage, mit Drogensüchtigen umzugehen und mit
ihnen ihre Probleme zu lösen.
Zum
anderen sollten sie alle Mitschüler bzw. Kommilitonen über die Gefahren des
Rauschgifts aufklären, wobei sie sich auf die Unterstützung der Schulleiter
bzw. Dekane verlassen können.
Wir reden
nicht über Theorie! Dieses Projekt wurde tatsächlich durch die Institution der
Arabischen Vereinigung für Drogenbekämpfung, den Berater der Arabischen Liga,
in die Praxis umgesetzt. 100 Gymnasiasten der ‚Urman Schule’ in Kairo wurden
als Freiwillige trainiert, um Drogen in der Bevölkerung bekämpfen zu können. In
der Schule haben sie die Verantwortung übernommen, Mitschüler über die Gefahren
der fünf Drogen aufzuklären und waren dabei sehr erfolgreich. Danach ahmten
andere Schulen sie nach. Ihr könnt euch über unsere Internetseite anmelden und
informieren.
Alle
Ärzte, die dieses Projekt anspricht, werden gebeten, daran teilzunehmen, indem
sie sich über unsere Webseite anmelden und uns mitteilen, wie wir Kontakt zu
ihnen aufnehmen können und wie viel Zeit sie für das Training haben.
Allah,
der Erhabene, sagt im Quran: „Unter den Gläubigen gibt es Männer, die das wahr
gemacht haben, wozu sie sich Allah gegenüber verpflichteten…“ (33:23). Lasst
uns also die Verantwortung tragen. Ihr dürft weder schwach werden noch das
Projekt aufgeben, weil dies ja ein Versprechen gegenüber Allah ist. Allah (t)
spricht: „Unter ihnen gibt es manche, die gegenüber Allah eine Verpflichtung
eingegangen sind: Wenn Er uns etwas von seiner Huld gewährt, werden wir ganz
gewiss Almosen geben und ganz gewiss zu den Rechtschaffenen gehören. Als Er
ihnen aber von seiner Huld gewährt hatte, geizten sie damit, und sie kehrten
sich widerstrebend ab. So setzte Er als Folge davon in ihre Herzen Heuchelei
bis zum Tag, an dem sie Ihm begegnen werden, dafür dass sie gegenüber Allah
brachen, was sie Ihm versprochen hatten, und dass sie zu lügen pflegten.“
(9:75-77).
Wer wird
die Verantwortung übernehmen wie Yusuf (as), als er für die Wirtschaft in
Ägypten zuständig war, nachdem er aus dem Gefängnis befreit wurde?
Wer wird
die Verantwortung übernehmen wie Ali Ibn Abi Talib, als er den Islam und den
Propheten (saw) beschützte?
Am Ende
der heutigen Sendung will ich euch an den Wettbewerb erinnern. Der kommende
Freitag ist der letzte Einsendetermin für die Entwürfe von Aufklebern gegen das
Rauchen.
Ich bete
zu Allah (t), dass Er uns beisteht und uns allen Erfolg beschert.
Wassalamu alaikum wa rahmatu Allah wa barakatuh
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